Herzlich Willkommen zur Forschungstagung “Wissenschaft trifft Unterrichtspraxis”

Im Science Congress Center Munich kamen Lehrkräfte aus ganz Bayern zur gemeinsamen Forschungstagung der Stiftung Bildungspakt Bayern und der ALP Dillingen zusammen.

Den Auftakt machte Prof. Dr. Ingo Witzke (Universität Siegen) mit seiner sehr kurzweiligen Keynote zum Thema „KI als innovative Ressource für Unterricht und Professionalisierung”.

In 18 Deep-Dive-Sessions auf vier Ebenen wurde es anschließend konkret. Nasch einer spannenden Diskussionsrunde mit PD Dr. Astrid Carolus, Prof. Dr. Theresa Summer, Prof. Dr. Dirk Ifenthaler, Prof. Dr. Michael Rödel und Prof. Dr. Ingo Witzke ging es dann in das Praxisforum zum Ausprobieren und Entdecken.

Das Schlusswort gehörte Christian Mayr, dem Leiter des KI-Kompetenzzentrums der ALP Dillingen, der die nächsten Schritte der Zusammenarbeit skizzierte.

Unser Dank geht an:

– die Modellschulen, deren Lehrkräfte über Jahre hinweg Neues erprobt, reflektiert und weiterentwickelt haben. Sie waren das Fundament dieser Tagung.

– das Team der Mathematikdidaktik unter der Leitung von Prof. Dr. Ingo Witzke und Frau Dr. Judith Huget von der Universität Siegen, das an vielen Workshops und Vorträgen direkt beteiligt war.

– die ALP Dillingen, für die sehr gute Kooperation.

– alle Workshopleitungen aus Wissenschaft und Schulpraxis, für ihren Einsatz und das Teilen ihrer Erfahrungen.

– alle Lehrkräfte, die aus allen Teilen Bayerns angereist sind und nun die gewonnenen Erkenntnisse in ihren eigenen Strukturen multiplizieren können.

Deep Dives

Die Materialien zur Forschungstagung (Präsentationen/Poster) werden gerade aufbereitet und in Kürze auf dieser Seite veröffentlicht.

In dieser Session werden vier konkrete Anwendungsbeispiele vorgestellt, die zeigen, wie VR-Technologien und KI-gestützte Simulationen den Unterricht und die Lehrkräftebildung bereichern können. Die Teilnehmenden erleben hautnah, wie immersive Lernumgebungen Präsentationstraining, die Vorbereitung auf schwierige Elterngespräche, mündliche Sprachprüfungen im Englischunterricht sowie die Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern neu gestalten können. Im Mittelpunkt steht das eigene Ausprobieren: Ob VR-Brille oder PC – alle Formate laden zum praktischen Erleben ein. Ergänzt wird dies durch einen gemeinsamen Blick auf didaktische Einbettung, Chancen und Grenzen sowie konkrete Einsatzszenarien vom Unterricht bis zur Lehrkräfteausbildung. Die Session richtet sich an alle, die neugierig sind, wie immersive Technologien Lernen greifbarer, interaktiver und zukunftsorientierter machen können.

Feedback gehört zum täglichen Handwerk einer Lehrkraft. Systematisches Feedback meldet den Schülerinnen und Schülern dabei nicht nur zurück, was „noch nicht klappt“ und was sie „besser machen“ könnten, sondern befähigt sie dazu, erlernte Überarbeitungsstrategien gezielt und altersgemäß umzusetzen und ihren Lernprozess mitzubestimmen. Vorgestellt werden konkrete Beispiele aus dem Deutschunterricht der 5.-10. Klasse sowie ein aktuelles, KI-gestütztes Guided Writing- Projekt aus dem Englischunterricht der 7. Jahrgangsstufe.

In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie die Blackbox des Lernens fächerübergreifend in Ihrem Unterricht öffnen können. Da unbegleitete Endprodukte wie klassische Hausaufgaben durch den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz an diagnostischer Aussagekraft verlieren, zeigen wir Ihnen, wie Sie den Fokus erfolgreich auf den eigentlichen Lernprozess richten. Ausgehend von erprobten Erfahrungen aus der Unterrichtspraxis lernen Sie, wie sich der Umgang mit Feedback durch digitale Lerntagebücher, passgenaue KI-Personas und ein transparentes Bewertungsraster messbar und universell auf verschiedene Fächer übertragbar gestalten lässt. Dieser Workshop richtet sich an Lehrkräfte aller Fachrichtungen, die zukunftsweisende Wege der prozessorientierten Begleitung kennenlernen und den Wandel von der reinen Produktbewertung hin zu einer zeitgemäßen Lernkultur aktiv für ihren eigenen Schulalltag mitgestalten möchten.

Im Workshop geht es um die Steuerung selbstorganisierten und projektorientierten Lernens mit KI-Unterstützung. Konkret wird gezeigt, wie sich mithilfe von SCORM-Elementen in Verbindung mit der ByLKI Lern- und Arbeitsprozesse strukturieren und begleiten lassen. Die SCORM-Elemente können dabei mit der ByLKI oder auch mit AIS.chat erstellt werden und dann in die Lernplattform integriert werden. Dadurch wird sichtbar und steuerbar, welches Team gerade an welchem Projektteil arbeitet, was der aktuelle Arbeitsstand ist und an welchen Stellen gezielte Unterstützung sinnvoll ist.

Im Zentrum steht also die Frage, wie sich selbstorganisierte Lernprozesse durch KI nicht ersetzen, sondern sinnvoll organisieren und begleiten lassen – insbesondere in Hinblick auf projektorientierten Unterricht in offenen Lernsettings.

Der Workshop richtet sich vor allem an Lehrkräfte, die projektorientierte Unterrichtsformate umsetzen oder stärker individualisierte Lernprozesse mit KI-Unterstützung gestalten möchten.

Wie lassen sich Künstliche Intelligenz und Virtuelle Realität gewinnbringend und reflektiert in den Unterricht integrieren? Der Vortrag beleuchtet dies aus zwei sich ergänzenden Perspektiven.

Der erste Teil stellt ein Projekt zur Förderung mündlicher Interaktion im Englischunterricht vor, in dem KI- und VR-gestützte Sprechaufgaben gemeinsam mit Lehrkräften entwickelt, erprobt und wissenschaftlich begleitet werden. Im Zentrum steht die Weiterentwicklung der Core Practice „Building a classroom discourse community” mit dem Ziel, evidenzbasierte Leitlinien für kommunikative Lernumgebungen mit KI und VR zu entwickeln.

Der zweite Teil gibt Einblicke in ein Kooperationsprojekt zur Förderung eines kritisch-reflektierenden KI-Einsatzes im Deutschunterricht. Ausgehend von einer bayernweiten Umfrage unter Lehrkräften wurden Bedarfe ermittelt, Konzepte und Materialien entwickelt und im Rahmen des Schulversuchs KI@school schulartspezifisch angepasst und erprobt. Die gewonnenen Erkenntnisse mündeten in übergreifende Leitideen für die Gestaltung von Lernumgebungen, die einen bewussten und kritischen Umgang mit KI-Systemen unterstützen.

Beide Teile verbindet ein gemeinsames Anliegen: KI nicht als Selbstzweck, sondern als lernwirksame Begleitung zu verstehen – entwickelt im Dialog zwischen Wissenschaft und Schulpraxis.

Der Workshop gibt einen mathematikdidaktisch gerahmten Einblick in den bayerischen Schulversuch KI@school. Im Zentrum stehen Erfahrungen aus der wissenschaftlichen und fachbezogenen Begleitung des Schulversuchs: von der Organisation und Gestaltung gemeinsamer Arbeitstagungen über Schulbesuche und Austauschformate bis hin zur Entwicklung praxisorientierter Handreichungen für den Mathematikunterricht. Dabei wird deutlich, wie generative KI nicht nur als technologische Neuerung, sondern als didaktischer Gestaltungs- und Professionalisierungsanlass verstanden werden kann.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der zuletzt entstandenen Handreichung zur Entwicklung und Nutzung von KI-Assistenten. Vorgestellt wird, wie solche Assistenten für mathematikdidaktische Zwecke konzipiert werden können, welche Entscheidungen bei der Gestaltung von Rollen, Prompts, Aufgabenformaten und Unterstützungsstrukturen relevant sind und welche Potenziale sich für Unterricht, Diagnose, Feedback und Lernbegleitung ergeben. Im praktischen Teil des Workshops können ausgewählte KI-Assistenten erprobt und hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten im Mathematikunterricht reflektiert werden. Der Workshop richtet sich an Teilnehmende, die Einblicke in konkrete Entwicklungsarbeiten im Schulversuch gewinnen und zugleich eigene Ideen für den didaktisch begründeten Einsatz von KI-Assistenten entwickeln möchten.

Viele Lehrkräfte verfügen bereits über einen wertvollen Fundus an Arbeitsblättern, PDFs, Bildimpulsen und Aufgaben, die sich im Unterricht bewährt haben. Der Workshop zeigt, wie solche Materialien mithilfe von KI und Vibe Coding zu interaktiven Lernsettings weiterentwickelt werden können. So entstehen beispielsweise digitale Mysterys, Escape-Room-Elemente, klickbare Fallakten, adaptive Übungen oder kleine Lernspiele, die Lernende aktiv einbinden und neue, differenzierte Zugänge zum Unterrichtsgegenstand eröffnen.

Ausgehend von Beispielen aus dem Primarbereich wird aufgezeigt, wie Lernen mit und über KI didaktisch sinnvoll im Unterricht umgesetzt werden kann. Die Einheiten aus den Fächern Deutsch, Informatik, Kunst und Sachunterricht sind so konzipiert, dass sie in ihrem Anforderungsniveau angepasst und für höhere Jahrgangsstufen weiterführender Schulen weiterentwickelt werden können.

Der Workshop zeigt praxisnahe Möglichkeiten, wie KI-Kompetenz fachübergreifend im Unterricht vermittelt werden kann. Vorgestellt werden konkrete Beispiele aus verschiedenen Fächern – von kreativen Texten über KI-gestützte Mathe-Apps bis hin zur Arbeit mit Fake News. Dabei steht die Verbindung von analogem und digitalem Lernen im Rahmen einer zukunftsorientierten Schulentwicklung im Mittelpunkt.

Standard-Chatbots nehmen Schülern oft das Denken ab. In diesem praxisnahen Workshop drehen wir den Spieß um: An einem konkreten Unterrichtsbeispiel („Kinderarbeit in der Industrialisierung – wie soll der Staat reagieren?”) wird gezeigt, wie KI genutzt werden kann, um über prozessorientiertes Feedback die Urteilskompetenz der Jugendlichen zu stärken. Statt fertige Antworten zu liefern, blockiert der Bot reine „Bauchmeinungen“ und zwingt die Schülerinnen und Schüler dazu, historisch, ethisch bzw. politisch stringent zu argumentieren. Im zweiten Teil des Workshops schlüpfen die Teilnehmenden selbst in die Entwicklerrolle, um das zugrundeliegende KI-Framework per Brainstorming auf selbst gewählte gesellschaftswissenschaftliche Themen zu übertragen.

In diesem Vortrag erhalten Sie einen spannenden Ausblick auf die nächste Entwicklungsstufe unserer Lernplattform, bei der die sichere und gewinnbringende Integration von Künstlicher Intelligenz im Schulalltag im Fokus steht. Innovative Assistenzsysteme, die direkt in die vertraute Kursumgebung eingebettet sind – von intelligenten Werkzeugen im Texteditor bis hin zu interaktiven, pädagogisch anpassbaren Chatbots, werden vorgestellt. Sie erfahren, wie diese neuen Funktionen Sie beispielsweise durch automatisiertes Feedback oder Unterstützung bei der Unterrichtsvorbereitung didaktisch entlasten können, während Sie als Lehrkraft zielgenau steuern und stets die volle Kontrolle über deren Einsatz behalten. Seien Sie gespannt auf praxisnahe und datenschutzkonforme Lösungen, die Ihren pädagogischen Workflow künftig nahtlos bereichern werden.

Nicht jeder KI-Assistent ist gleich: Je nach Rolle verändern sich didaktisches Ziel, Interaktion und Einsatzmöglichkeiten. Im Workshop werden unterschiedliche Rollen von KI-Assistenten identifiziert, miteinander verglichen und hinsichtlich ihrer Potenziale, Grenzen sowie Vor- und Nachteile für verschiedene Einsatzkontexte in unterschiedlichen Fächern reflektiert. Teil des Workshops ist die Erstellung eines ersten Entwurfs für einen KI-Assistenten, der eine spezifische Rolle einnimmt.

Vom Abiturtraining über Stochastik und Geometrie bis zur Kurvendiskussion – in diesem Workshop werden zwei KI-Assistenten erprobt, die unterschiedliche mathematische Themenbereiche der Sekundarstufe abdecken. Im Fokus steht die Frage, wie Künstliche Intelligenz Schülerinnen und Schüler beim schrittweisen Erschließen mathematischer Konzepte sinnvoll unterstützen kann.

In diesem Workshop wird erprobt, wie Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Lernsituationen in der Grundschule von KI-Assistenten unterstützt werden können. Vom Verstehen mathematischer Zusammenhänge, über den Umgang mit Größen bis zur Auseinandersetzung mit Rechengeschichten wird über Potenziale und Grenzen für die Unterrichtspraxis diskutiert.

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