Material zur Forschungstagung “Wissenschaft trifft Unterrichtspraxis”

Schreiben ist eine zentrale kommunikative Kompetenz und Feedback gilt als eine der wirksamsten Mittel bei ihrem Erwerb. Gutes Feedback zu verfassen, ist jedoch sehr zeitaufwändig und seine Qualität fällt in der Praxis heterogen aus. KI-Systeme liefern Rückmeldungen dagegen unmittelbar, wiederholbar und skalierbar – sie verstehen dabei aber nichts, sondern simulieren Verständnis als „Sprachgebrauchsautomaten“. Damit stellt sich die Frage: Wie gut ist KI-generiertes Feedback?

KisKIan untersucht, wann und von wem Feedback hilfreich ist, um Schülerinnen und Schüler beim Schreiben zu unterstützen. In einer quasi-experimentellen Feldstudie im Prä-Post-Design mit Kontrollgruppenbeschränkung variiert das Projekt dazu systematisch die Quelle (KI vs. Lehrkraft) und den Zeitpunkt (während vs. nach dem Schreiben) des Feedbacks. Rund 1.250 Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe an bayerischen Gymnasien und Realschulen verfassen und überarbeiten dafür an drei Unterrichtsterminen einen materialgestützten Text. Ausgewertet werden die Textversionen, die Feedbacks von KI und Lehrkräften, Qualitätsratings zu Texten und Feedbacks, Fragebogendaten zu Lernermerkmalen und Feedbackwahrnehmung sowie eine vertiefende Expertendiskussion. Ziel sind belastbare Antworten darauf, welches Feedback wem, wann und zu welchen Textebenen (Inhalt, Sprache, Struktur) tatsächlich nützt.

Kontakt

Dr. phil. Maurice Fürstenberg

Schellingstraße 3 · 80799 München

Tel. +49 89 2180 1401

E-Mail: m.fuerstenberg@lmu.de

ORCID: 0009-0001-1090-9299

Projektseite: kiskian.userweb.mwn.de

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